AFIR und Ad-hoc-Payment: Warum offene Bezahlsysteme Pflicht sind

Bezahlvorgänge ohne Vertragsbindung, ohne App-Zwang, mit klarer Preistransparenz und barrierefrei? Klingt selbstverständlich, ist aber im europäischen E-Mobility-Alltag leider noch nicht flächendeckende Realität. Dabei gilt bereits seit April 2024 die AFIR-Verordnung (EU 2023/1804), die besagt, dass öffentliche Ladepunkte Ad-hoc-Bezahlung ermöglichen müssen. Bestehende Übergangsfristen bis 2027 erklären diese Lücke. Perspektivisch sollen alle Kundinnen und Kunden spontan den Ladevorgang ihres E-Autos mit etablierten Zahlungsmitteln bezahlen können. Wie können sich Hersteller und Betreiber von Ladeinfrastruktur nun bestmöglich darauf einstellen?

Kartenzahlung an AC-Ladestation
Ad-hoc-Payment an AC-Ladestation

Warum Ad-hoc-Payment?

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen der AFIR verfolgen ein klares Ziel: Barrieren abbauen und Elektromobilität vereinfachen. E-Auto-Fahrer kennen das Problem: bislang dominierte ein „Karten-Dschungel“ aus Ladekarten verschiedenster Anbieter, oft verbunden mit Intransparenz und Zusatzkosten. Hier setzt das Konzept einer Ad-hoc-Bezahlung an und verspricht, wie es der Name schon sagt, eine sofortige und einfache Bezahlung oder auch einen „open Loop“: Bezahlen mit Kredit- bzw. Debitkarte oder Mobile Payment direkt an der Ladesäule, wie wir alle es vom Tanken kennen.

Klare Vorteile für Nutzer:innen sind dabei:

Obwohl die Pflicht seit April 2024 gilt, ist die Umsetzung noch nicht flächendeckend. Viele Betreiber zögern wegen des bevorstehenden Integrationsaufwands und den damit verbundenen Kosten. Hier kommen smarte Lösungen ins Spiel. 

CHARX control modular: Das Bindeglied für Ad-hoc-Payment

Unsere AC-Ladesteuerung CHARX control modular überzeugt durch ihre hohe Integrationsfähigkeit. Dank der flexiblen Parametersteuerung nutzen wir etablierte Schnittstellen wie OCPP, um eine reibungslose Kommunikation zwischen Ladepunkt und Bezahlsystem sicherzustellen. Die Kompatibilität ist kein Versprechen, sondern durch umfangreiche Tests mit führenden Payment-Anbietern nachweislich belegt. Darüber hinaus bleibt die Lösung zukunftssicher: Ob QR-Code-Payment oder klassisches Kartenterminal – alle Optionen lassen sich komfortabel über unsere Plattform steuern. So erreichen Betreiber AFIR-Konformität, ohne ihre Hardware grundlegend überarbeiten zu müssen. 

Beispielhafte Lösungen für Ad-hoc-Payment

Zwei Anbieter zeigen, wie sich AFIR-konforme Bezahlprozesse effizient umsetzen lassen: 

ev-pay stellt mit dem HUB eine cloudbasierte und eichrechtskonforme Plattform bereit die unabhängig vom CPMS arbeitet. Ein zentrales Element ist der ev-pay Tarif Server, der Preisinformationen synchronisiert und so für Transparenz sorgt. Betreiber behalten die volle Kontrolle über ihre Tarife und können die Anforderungen der AFIR effizient umsetzen.

GLS Mobility bietet mit dem Pay-t Terminal eine Lösung für Karten- und Mobile-Payment, die sowohl direkt in die Ladesäule integriert als auch als separate Kiosk-Variante verfügbar ist. Das Pay-t Terminal ist zudem AFIR-konform und ermöglicht einen eichrechtskonformen Bezahlvorgang. Ergänzend dazu ermöglicht die Plattform bill.bo QR-Code-basiertes Webpayment und ist CPMS-fähig sowie herstellerneutral. Damit lassen sich unterschiedliche Zahlungswege flexibel abbilden.

Beide Systeme schaffen die notwendige Infrastruktur für Ad-hoc-Payment, während unsere AC-Ladesteuerung CHARX control modular die technische Brücke bildet: Sie sorgt für die Kommunikation zwischen Ladepunkt und Bezahlsystem und macht die Integration einfach und zukunftssicher.

Fazit

Ad-hoc-Bezahlung ist kein „Nice-to-have“, sondern Pflicht für Betreiber und letztlich auch Kundenerwartung. Open Loop bringt Einfachheit und Transparenz, während unsere CHARX control modular die technische Brücke schlägt. Gemeinsam mit Partnern wie ev-pay und GLS Mobility machen wir AFIR-konforme Lösungen schnell und wirtschaftlich umsetzbar.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Die AFIR-Verordnung (EU 2023/1804) verpflichtet seit April 2024 Betreiber öffentlicher Ladepunkte, Ad-hoc-Bezahlung ohne Vertragsbindung zu ermöglichen. Nutzer:innen müssen spontan und barrierefrei mit etablierten Zahlungsmitteln wie Kreditkarte oder Mobile Payment bezahlen können.

Ad-hoc-Payment sorgt für Preistransparenz, weniger Gebühren und einfache Bedienung: Der Preis ist vor dem Ladevorgang sichtbar, es gibt keine Roaming-Gebühren und Nutzer:innen können flexibel ohne App oder Vertrag bezahlen.

Mit Lösungen wie CHARX control modular, EV pay und GLS Mobility gelingt die Integration offener Bezahlsysteme schnell und wirtschaftlich. Diese Systeme ermöglichen eine reibungslose Kommunikation zwischen Ladepunkt und Bezahlsystem und erfüllen die AFIR-Anforderungen ohne aufwendige Hardware-Umrüstung.

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Moritz Jung
Moritz Jung
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